WM 2014 – Tag 8

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Was mach‘ ich heute Abend bloß? Achja, ist ja WM. Hoher Besuch aus Liechtenstein hat sich angesagt. J hat ja auch mal in Berlin gelebt, ist aber für Traumjob und Geld gen Süden gezogen. Irgendwie zieht es ihn trotzdem in schöner Regelmäßigkeit zurück nach Berlin. Eigentlich wollen wir ja am Pfefferberg England gegen Uruguay schauen. Irgendwie stehen 16 Grad und Sturmböen aber dem Plan entgegen. Wir weichen in eine wunderbare, altmodische (man beachte die Lampenschirme) Berliner Eckkneipe aus. Im Willi Bresch an der Danziger Ecke Greifswalder wird ja auch sonst Fußball geschaut. Wir bekommen noch drei Plätze an dem sonst für das Stammpublikum reservierten Platz in bester Lage. Die Luft ist rauchgeschwängert. Die große Leinwand ist aber immerhin noch zu sehen. Das Bier kostet 1,70 Euro. Das Publikum ist bunt gemischt – inklusive der mittlerweile obligatorischen Mädelsrunde. Wir teilen den Tisch mit zwei weiblichen und zwei männlichen Nationaltrainern. Ihr Herz schlägt für England. Jede Berührung eines englischen Spielers durch einen Uruguayer ist ein nicht gepfiffenes Foul. Der Schiedsrichter ein Ahnungsloser. Die Massen, die heutzutage Fußball schauen, haben ja alle keine Ahnung. Die fiebern mit Mannschaften mit, nur weil die, oder ihr Land, ihnen sympathisch ist. Die haben ja alle keine Ahnung.

Die Stimmung kocht, vor allem die letzte viertel Stunde. Die Mehrheit jubelt für England. J ist ja für Uruguay. Es nimmt ihm aber keiner übel, als er über deren 2:1 jubelt. Fußball Old School. Schön. Nur meine Klamotten hängen jetzt am Balkon zum Durchatmen.

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