Vom Leben auf dem Land

Wie schnell man als Stadtmensch vergessen kann, wie unglaublich bunt die Welt doch so ist. Und ich rede hier nicht von Fassaden, Parks und Autos. Da liegt man nichtsahnend in der Wiese, läuft beschwingt durch den Wald oder spaziert mit den Großeltern einen Fluss entlang und entdeckt Dinge, die man schon ewig nicht mehr gesehen hat.

Hieß der nochmal Tagpfauenauge? Oder Nachtpfauenauge? Ist ja total hübsch dieses Tier. Aber zu mir in den fünften Stock hat sich glaub ich seit 5 Jahren keiner mehr verirrt. Kindheitserinnerung.
 Irgendwie konnte ich mich des Eindrucks nicht erwehren, die Kuh hat sich über uns amüsiert. Muss am Rollator-Rennen gelegen haben.
 Ja, wie gesagt. Die läuft man ganz entspannt durch den Wald und freut sich über die gute Luft und dann hoppelt der Hase da plötzlich über den Weg. Städterherz was willst Du mehr?
 Okay, so sympathisch wie Kuh und Hase fand ich diese Dame dann nicht. Aber sie hat ihr Netz so direkt über meiner Sonnenliege gesponnen. Und wenn man die Vorurteile mal weg lässt, ist die schon auch ganz hübsch.
 Noch so eine Kindheitserinnerung. Genau diese Straßenlaternen gab es damals überall bei uns in Oberösterreich. In Berlin gibt’s ja im Tiergarten sogar eine Freiluftausstellung zu Straßenlaternen. Kann man da bitte auch eine von denen hinstellen!?
 Und dann geht langsam die Sonne unter und man glaubt, man wäre irgendwo in Italien.
Und manchmal glaubt man dann doch, dass in Österreich die Uhren anders ticken. Als ob er noch selbst regieren würde, der Franz Josef. Schließlich steht die Lampe vor dem Mostheurigen. Aber die Kaisertreue währt halt doch länger als 100 Jahre…
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