Unterwegs nach Wien – in Wien – aus Wien raus

 Kaiserebersdorf. Für manche der schönste Stationsname im Wiener Nahverkehr. Vom Flughafen kommend in jedem Fall ein erstes Anzeichen für: Wien ist nah.
Am Zentralfriedhof herrscht Stimmung.Hat Ambros schon vor vielen Jahren gesungen. Und er hat auch viele eigene Haltestellen, dieser größte Friedhof Europas. Mit Ehrengräbern, Promis, Buddhisten, Hindus, Moslems, Christen, …. Eine der schönsten morbiden Sehenswürdigkeiten der Stadt.
 Ach ja, von wegen morbide und so. Warten auf die Straßenbahn an der Haltestelle Volkstheater. Wie passend, wenn man dabei auf das Österreichische Parlament am Ring schaut. Ist ja auch nur ein Volkstheater. Mit traurigen und unglaublich schlecht gespielten Stücken.
 Pause. Nach so vielen Kilomentern auch schwer verdient. Im Rebhuhn. Beste Raststation des Landes. Mit Backhendlsalat, Grammelknödeln, Knödel mit Ei, Würstel in Saft, Schweinsbraten, Beerentiramisu. Oder war es Bärentiramisu? Nach dem dritten Weißen G’Spritzen ist das oft nicht mehr so eindeutig.
 In den Wiener Verkehrsmitteln hat man bitte seinen Blick gesenkt zu halten. Nur Niemandem in die Augen schauen, niemanden anlächeln, keinen Kontakt aufnehmen.

 Wien geht auch zu Fuß. Wortspiel. Die Distanzen sind gering, innerhalb des Rings sowieso. Geht aber auch noch innerhalb des Gürtels. Da entdeckt man zum Beispiel das neue Ritz-Carlton, das eigentlich ein Shangri-La hätte werden sollen. Na Hauptsache Luxus.
 Und von wegen zu Fuß und Luxus. Fünf Minuten weiter den Ring hinunter steht wahrer Luxus. Das Palais Coburg. Höchstes Niveau in Wohnen und Speisen.
 Luxus? Fehlanzeige. Trotzdem ein Muss. Das Prückel. Auch am Ring. Gegenüber das MAK. Museum für Angewandte Kunst. Unfreundliche Kellner wie überall – außer man gibt viel Trinkgeld. 50er Jahre Flair. DAS Wiener Kaffeehaus, wenn mich war fragt.
Abreise. Flughafen. Mit neuem Terminal. Orientierung? Schwierig! Wege? Weit? Charme? Keiner! Fehlkonstruktion aus meiner ganz persönlichen Sicht. Und zudem schon wieder Baustelle. Bitte gehen sie die Treppe runter, dann links, dann rechts, dann gerade aus, durch die Kontrolle, wieder links, Treppe rauf, rechts. Dann stehen sie wieder da, wo sie hergekommen sind. Danke. Bis zum nächsten Mal.

Zum Abschluss – mit der Straßenbahn von den Museen zur Oper.

Vorbei am Opernkino, am Le Meridien und mit der tollsten Stimme, die es in Europa in Öffentlichen Verkehrsmitteln gibt. Danke für Ihre Ansagen, Franz Kaida.
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