Tirana hat mich im Sturm erobert

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Ich war gespannt. Albanien. Einer der letzten Mythen Europas. Über Jahrzehnte abgeschottet, von einem Diktator beherrscht, Armenhaus Europas. Und wir wollten hin. Unser diesjähriger Osterurlaub. Und was soll ich sagen? Noch nichtmal weg, will ich am liebsten gleich wieder hin. Tirana ist bunt, freundlich, lebendig, jung, aufgeschlossen. Unser Hotel Vila Alba liegt zentral, die Zimmer sind neu und ordentlich. Der Volltreffer ist Frühstück auf der Terrasse bei Sonnenschein im sechsten Stock mit Blick über Tirana. Auf den Straßen herrscht Leben, egal ob um 8 Uhr morgens oder um 2 Uhr nachts. Dabei nie unnötig lärmend, hektisch oder unangenehm. Die Menschen haben eine unaufdringliche, respektvolle Ruhe. Uns vielleicht liegt es am Faktor Hauptstadt, aber die Menschen in Tirana entsprechen nur im kleinsten Teil unserem westlichen Klischee vom Albaner. Wir streifen durch die Straßen, sitzen in einem der unzähligen Cafés, ziehen durch den Park. Die Menschen auf neugierig, beobachten mit zurückhaltender Aufmerksamkeit. Kellner lächeln immer freundlich, Passanten laden uns zu einem kleinen Plausch ein. Wir essen Tzatziki, Hühnerspieße, Cevapcici, Bratfuster. Alles irgendwie bekannt, irgendwie doch anders – immer günstig und immer lecker. Den Abend lassen wir uns treiben, in die Raumbar (bei echtem Gösser Bier), i die Radio Bar. Tolle Lokale die ich gerne in Berlin hätte. Schönes Ambiente, buntes, junges Publikum das in Berlin, Tel Aviv oder Kopenhagen genau so gut zu finden sein könnte. Nur vollkommen entspannt. Die Stadt ist aufgeräumt und sauber. Sie kann ihre Vergangenheit nicht leugnen. Wie an vielen anderen Orten hat auch sie ihre Schrabbelecken. Die Bausubstanz gleicht einem antiken Drama. Homer? Ovid? Aber die Geschwindigkeit die ihre Einwohner beim Verschönern, Neubauen, Verändern der Stadt beweisen, hat mit der Odyssee nichts zu tun. Ein wenig, denke ich, ist Tirana in zehn Jahren der neue Place-to-be in Südeuropa. Von wegen, Armenhaus Europas. Schatz, Geheimtipp, absolute Empfehlung Europas. Hinfahren, erleben. Ja, Tirana hat mich im Sturm erobert.

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