Mögen die Vorbereitungen beginnen – auf dem Weg nach weit, weit weg

Arbeit, potentielle neue Wohnung ankucken, Pilates, große Freude über Geld zurück von der Hausverwaltung weil ich so wenig geheizt habe. Und trotzdem war da irgendwie diese Unruhe. 22 Uhr und an Bett nicht zu denken. Ah. Ja. Da war doch was. Und wer’s nicht glaubt, naja, den versteh ich sogar. Aber heute ist wieder Vollmond und mich macht der immer irgendwie irre – ob ich weiß dass es soweit ist oder nicht.

Heute weiß ich es also und versuche etwas dagegen zu tun. In guter Berlin-Manier Laptop geschnappt, runter auf die Straße und schräg gegenüber bei Hilde in einen alten Lehnsessel gefläzt, auf der Straße das Treiben beobachten und bei Rhabarbersaftschorle und Rosé den Vollmond voll sein lassen. Irgendwie ja auch ganz lustig. Aber nicht so richtig abendfüllend. Online gehen und mit irgendwelchen wildfremden Menschen chatten? Und für so ganz sinnbefreit einfach nur rumsitzen ist mir seltsamerweise der laue Sommerabend zu schön.

Also wieder produktiv werden. Und wenn einer eine Reise tut…. will die manchmal auch vorbereitet sein. In Kürze geht’s ans Stettiner Haff. Schon spannend, wohin man in Deutschland so reisen kann. Aber sah schön aus. Haben wir gebucht. Um noch mal ein paar Tage aus der Stadt rauszukommen. Braucht aber nicht ganz so viel Vorbereitung. Aber, sagt’s mal noch nicht weiter, zu Jahresende kommt endlich mal wieder eine größere Reise. Flug ist schon gebucht. Am 29. Dezember geht’s los – am guten alten Flughafen Tegel über Amman nach Bangkok. Drei Wochen Thailand, Sonne, ganz weit weg. Die ersten vier Wochen Vorbereitung haben wir offen gestanden schon hinter uns. Es ging um den Flug. Ich habe praktisch täglich Flugverbindungen, Fluglinien, Umsteigemöglichkeiten und Kombinationen rausgesucht. Dabei gab es nur wenige Konstanten: Egyptair war immer buchbar und günstig. Turkish Airlines hatte immer nur einen Retourflug über 32 Stunden. Ansonsten war mal Austrian gut, mal AirFrance, mal war es Royal Jordanian, mal gab es plötzlich eine ganz gute Verbindung mit Finnair. Und bis man dann in den einschlägigen Airline-Bewertungsmaschinen die beteiligten Carrier verglichen hat, ist schwuppdiwupp der Tarif auch schon wieder verschwunden.

Es lockte also doch der Gang zum stationären Vertrieb – ins gute alte Reisebüro. Es gibt da ja welche, die sind berühmte für ihr Talent in Sachen Flugverbindungen. Wir also in der Mittagspause in die nächste Filiale von STA Travel. Sehr freundlich und hilfsbereit die junge Frau. Wir fühlten uns gleich richtig gut aufgehoben. Bis zu dem Zeitpunkt als sie uns erklärte, die günstigste Verbindung gäbe es für … 950 €. Ähm. Hm. Ja. Danke für die Informationen. Da müssen wir jetzt erstmal drüber nachdenken. Da ist der Blick auf Berlin dann irgendwie schöner, als der Ausblick auf einen guten Flug. Wir haben ihr dann per E-Mail und am Telefon noch von den Preisen erzählt, die wir gefunden hatten. Die waren für sie leider nicht verfügbar.

Nach nur vier Wochen hatten wir uns dann aber auch schon entschieden. Royal Jordanian sollte der Transporteur unseres Vertrauens werden. Umsteigen in Amman, fairer Preis von 750 € für den Tarif bei dem man im Notfall noch stornieren kann. Jetzt stehen also die Eckdaten fest. Am 29. Dezember geht’s los – und am 19. Januar dann wieder zurück. Und ein grober Ablauf steht auch schon fest. Erst eine richtig schöne Nobelherberge für 3 Tage in Bangkok. Dann rauf nach Chiang Mai und Chiang Rai – mit 3 bis 4 Tagen im buddhistischen Kloster. Und dann soll’s runter gehen in den Süden. Eine Insel mit Hütte am Strand, Tauchen, Lesen, braun werden und die Welt schön finden. Sind jetzt also nur noch ein paar Kleinigkeiten für die Vorbereitung. Wo wohnen, wie reisen, welches Kloster, welche Insel, … was bin ich froh, dass wir noch … fast 5 Monate Zeit haben.

Und über mir prangt der Vollmond.

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