Leogang im SalzburgerLand

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Leogang_1403Alle Jahre wieder machen wir uns auf um ein Stück Österreich besser kennenzulernen. Dieses Jahr geht die Reise ins SalzburgerLand – nach Leogang. Saalbach, Saalfelden, Leogang, … im Winter kennt man diese Namen gut. Aber was gibt’s denn da im Sommer so?

Wir gönnen uns also zwei Tage volles Programm. Was also sollte man nicht verpassen? Eine Zusammenfassung.

 

Leogang_1392Der erste Abend führt uns hinauf ins Priesteregg. Ein Hüttendorf über Leogang, entstanden ursprünglich aus einem Gasthaus. Wer es sich leisten kann, sollte sich ein paar Tage in einer der Hütten gönnen. Die Ausgabe mit Whirl- und Infinity-Pool dürfte sogar höchsten Ansprüchen genügen. Die Wanderung vom Dorf hinauf dauert dabei gerade mal 40 Minuten – wobei man auch bequem das Auto nehmen kann. Oben angekommen, stehen dann auch Golfcarts zur Verfügung. Damit der Weg mit Gepäck nicht zu weit wird. Das Essen in der angeschlossenen „Huwi’s Alm“ ist fantastisch. In alten Stuben, umgeben von altem Holz und beschallt von moderner Musik gibt’s Essen aus der Region. Die Spezialität ist das Hut essen. Wer sich nicht’s darunter vorstellen kann – macht nix. Konnten wir auch nicht. Es ist eine Mischung aus Fondue, Raclette und Grill. Irgendwie. Hat in jedem Fall mit Soßen, Fleisch und Suppe zu tun. Und das Rindfleisch ist einfach unglaublich. Nur gut, dass wir zu Fuß hinaufgegangen sind…

Eigentlich wollen wir ja auch Klettern – aber wie das manchmal so ist… Regen würde uns nicht stören, aber unsere beiden Bergguides raten den blutigen Anfängern von den glitschigen Felsen ab. Ist aber kein Problem – wir fahren in die Kletterhalle. 18 Meter vom Boden an die Decke können so hoch sein. Vor allem, wenn man Höhenangst hat. Dummerweise lassen die beiden Jungs das nicht gelten. Probieren, nochmal probieren. Und um es kurz zu machen: Ja! Ich war ganz oben. Gesichert, versteht sich. Einmal nur nicht nach oben oder unten kucken. Einmal nur auf den nächsten Tritt konzentrieren. Plötzlich oben anstehen. Abseilen. Und mit zittrigen Knien und Händen, stolz wie Bolle auf die Treppe sinken. Was für ein Erfolgserlebnis. Und dafür gibt’s auch vom Guide noch großes Lob.

Leogang_1418Ich finde, die Massage im 5. Stock des Hotels habe ich mir verdient. Man merkt, dass die Saison noch nicht begonnen hat. Ich bin der einzige Gast auf der Dachterrasse, auch in der Sauna ist kein Mensch. Meine Masseurin hatte eigentlich frei und war gerade aus Kärnten zurückgekommen. Aber sei meint, sie macht ihren Job so gern, drum ist sie einfach reingekommen. Und so redet sie die nächsten 50 Minuten weiter. Sie kommt aus dem Mölltal, ich verstehe ca. jedes zweite Wort. Am Ende weiß ich, dass ich viel sitze, mein linkes Bein etwas kürzer ist und ich ungewöhnlich feine Haut habe. So schwebe ich dem Abendessen entgegen.

Leogang_1402Und was wäre das SalzburgerLand ohne Wandern. Für uns steht nur eine kleine Variante auf dem Programm. Eineinhalb Stunden rauf auf die Abergalm. Wir wandern durch Sonne, Regen, Wind, wieder Sonne, wieder Regen. Nein, es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung. Und wen könnte Wetter schon abhalten, wenn er weiß, dass dort oben Kaspressknödel und Kaiserschmarrn warten. Eben! Okay, so richtig warten sie nicht. Sie warten vielmehr darauf, von uns (gemeinsam mit dem Koch aus dem SalzburgerHof zubereitet zu werden). Selbermachen unter Anleitung, dabei noch die kleinen Kniffe des Profis mit nach Hause nehmen. Kann man übrigens im Urlaub jede Woche einmal machen, so wie wir. Sollte man auch.

Leogang_1435Ob es an der geschmolzenen Butter liegt, die über dem Kaiserschmarrn verteilt wird, dass wir uns fühlen, als hätten wir auf einen Schlag 3 kg zugenommen? Was soll’s. Der Ausblick in die Berge, die frische Luft, die Bewegung. Tief durchatmen. War da noch was? Achja, nach Hause? Warum eigentlich… Achja, wir wollen ja Finale schauen. Ob es ein Zeichen ist, dass die Mannschaft von Eintracht Braunschweig gerade in Leogang trainiert? Eine deutsche Mannschaft, da wo wir sind? Oder eher aus der ersten Bundesliga abgestiegen? In ein paar Stunden werden wir es wissen.

 

 

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