It’s up to you – New York

Angenommen, ein Freund wird 40 und man ist schon die vorangegangenen Geburtstage gemeinsam verreist. Was tun? Richtig! Zum 40. kann es nur ein Ziel geben: New York. Schließlich haben wir schon immer gemeinsam „Ich war noch niemals in New York“ geschmettert – und waren sogar ganz platt gemeinsam in Hamburg, um das Musical zu sehen. Das war aber zum 37. – oder so.

Dienstag ist es also soweit. Um 7.30 Uhr hebt unsere Austrian Maschine ab, die uns über Wien nach New York bringt. Endlich vorbei mit „ich glaube es noch gar nicht“, „Vorfreude“ oder „ich bin schon so aufgeregt“. Die Maschine hat schon bessere Zeiten gesehen, das Essen war auch schon mal besser – aber die Crew ist gut drauf und versorgt uns regelmäßig mit Getränken. 9 Stunden werden uns trotzdem lang und als wir dann endlich in JFK das erste Mal New Yorker Luft schnuppern, sind wir nicht nur aufgeregt, sondern auch heilfroh.

Und dann mein persönlicher erster Höhepunkt: Yellow Cab. Wie es sein soll. Knallgelb, pakistanischer Fahrer der kaum zu verstehen ist. Über den Highway geht es in die Stadt, die irgendwie noch gar nicht aussehen will, als wäre sie eine. Schon gar nicht sieht sie aus wie New York. Eher Mittlerer Westen. Erste Erkenntnis: New York ist viel mehr als Manhattan. Und Queens, wo wir unser Quartier beziehen, hat mit Manhatten so gar nix zu tun. Wir wohnen in Astoria, dem griechisch geprägten Viertel von Queens. Unser Vermieter ist Schlagzeuger, seine Frau Deutsche. Von ihr bekommen wir auch die ersten Tipps: Marthas Country Bakery, die Taverna Kyclades und den griechischen Supermarkt. Und solche Informationen sind Gold wert. Von Marthas haben unsere Vermieter uns Kuchen und Cupcakes zur Begrüßung in die Wohnung gestellt. Umwerfend. Kyclades scheint ein grandioser Laden zu sein – nur schaffen wir sieben es nie, dort zu essen. Einfach zu gefragt. Und im Supermarkt könnte ich Stunden verbringen. Alles was man aus Amerika kannt und dazu noch so ziemlich alles, was man aus Europa kennt. Kaufrausch die erste.

Und nach vielen Stunden der Reise, frischer New York Luft, Quartier beziehen, Einkaufen lassen wir den Abend noch ganz Klischee amerikanisch ausklingen. Im Diner am Ditmars Boulevard. Burger, Fries und Bier. Ich war selten so glücklich und zufrieden, weil ich Junk Food vor mir am Teller hatte. Zu Hause ein letzter Drink, dann fallen wir in unsere (wanzenfreien) Betten und in tiefen Schlaf. Das lässt unseren Seelen wenigstens Zeit nachzukommen .-).

Der Jet Lag hat den Vorteil, dass wir am nächsten Morgen um 6 hellwach sein – oder liegt es doch an der Vorfreude auf Manhattan? Nach einem Zwischenstop im Drugstore (wo wir Medikamente, Cremes, Wasser, Batterien, und sonst so manche tolle Dinge erstehen) geht’s mit dem Zug nach Midtown. Grade mal 12 Minuten vom beschaulichen Astoria aus. War eine gute Idee. Alles ist wie im Film – irgendwie kommt alles bekannt vor, nichts ist wirklich fremd. Aber jetzt sind wir wirklich mittendrin. An der Queensboro Plaza überquert unser Zug die Grenze von Queens nach Manhattan. Vor uns der Fluss, die Skyline, die Wolkenkratzer. Und an der Lexington ist es soweit, wir steigen aus, die Treppen nach oben und stehen mitten in Manhattan. New York, here we come. Rockefeller, Williamsburg, Battery Park, World Trade Center, Macy’s, Wall Street, Broadway, Central Park, Met, Times Square, … Für den Rest lasse ich Bilder sprechen.

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