Elf Blicke auf Wien

So, gerade wieder zurückgekehrt aus meiner liebsten Stadt an der Donau. Drei Tage Wien bei strahlendem Sonnenschein, lauen Nächten und tollen Menschen. Wien kann schon wirklich sehr inspirierend sein. Und so hab ich gute Laune, zurück hier in Berlin, und will ein wenig Wien mit Euch teilen. Elf Blicke der letzten Jahre. Sie erklären in Bildern, was ich an der Stadt so gerne mag. Und das zu den unterschiedlichsten Jahreszeiten.

Da wäre natürlich die Staatsoper am Ring. Sie wird besonders abends zur historischen Kulisse und scheint Geschichten aus einer anderen Zeit zu erzählen. Als sie über dem Ring, der großen Prachtstraße, thronen sollte, aber die Ringstraße plötzlich auf gleicher Ebene vor ihr vorbeiführte – und die Wiener für die Architekten nur noch Spott und Hohn übrig hatten. Zum Glück sind diese Zeiten vorbei. Wobei, so mancher Architekt kann sich ja heute noch so manches anhören… 
Der Hugo-Wiener-Platz. Mitten im 5. Bezirk und von keiner besonderen Bedeutung. Aber einfach nur schön – und das Haus dort am Platz will ich irgendwann mal kaufen. Im nächsten Leben vielleicht. Außerdem ist dort CARLA um die Ecke. Eine Fundgrube für Antiquitäten und Co. 
Die Kunsthalle am Karlsplatz – oder besser der Project Space mit dem Kunsthallen Café. Ein toller Ort um in der Sonne zu sitzen, moderne, experimentelle Kunst zu erforschen und Teil der Wiener Szene zu werden. 
Das Filmmuseum. Zu Hause mitten in Wien, in der Albertina. Und ein absolutes Muss für Filmfreunde. Seine Ausstellungen finden auf der Leinwand statt.
Der gute Strauss. Oder zumindest sein neu renoviertes, golden strahlendes Denkmal im Stadtpark. Auch bei Schnee schön anzuschauen. 
Klar. Was wäre Wien ohne den Steffl, der Stephansdom, der Dom zu St. Stephan. Hier ist der wirklich zentrale Mittelpunkt der Stadt. Es gibt wohl keine Perspektive, keine Seite, keine Höhenlage aus der er noch nicht fotografiert worden wäre. Seit Mitte 2012 gibt es im Hotel Toppaz einen neuen Blick – weil man dort ganz einfach auf die Dachterrasse kann und einen spannenden Blick über die Dächer der Wiener Innenstadt hat. 
Am Zentralfriedhof herrscht Stimmung. Der größte Friedhof Europas. Und er hat eine eigene S-Bahn-Station und drei Straßenbahn-Stationen. Und sie heißen einen in Wien willkommen, wenn man vom Flughafen kommt. Einen Besuch ist er in jedem Fall wert. Österreichs Bundespräsidenten, Mozart oder Falco freuen sich immer über Gäste. Zumindest dann, wenn sie nicht feiern und unter sich bleiben wollen.
Ich glaub, ich hab’s schon mal erwähnt. Das Rebhuhn. Für mich das beste und wichtigste Lokal um in Wien essen zu gehen. Letztes Mal gab es wieder Knödel mit Ei und dazu einen Weißen Spritzer. Einen extrem lustigen und aufmerksamen Kellner. Der Abend ging wie im Flug vorbei. Und beim nächsten Mal geh ich wieder hin. Danke Caro…
Weil man sowas halt auch nur in Wien sieht. Wenn da irgendwo ein Fenster mit einer Zigaretten-Reklame auf die Straße schaut und die Passanten daran erinnert, dass sich auch in Wien die Zeiten ändern. Dass auch hier eine Trafik zusperren kann. Und dass Memphis definitiv in Österreich liegt. 
Und wenn es denn schon kalt ein muss, dann trotzt man dem, indem man sich warm anzieht und am Karlsplatz vor malerischer Kulisse, inmitten junger Leute Glühwein, Glühmost, Punsch oder Heiße Schokolade trinkt. Eine, zwei oder auch drei. Dazwischen vielleicht das Pony streichelt, wo im Sommer der Brunnen für ein wenig Abkühlung sorgt. Sich darüber freut, dass auch im Advent nicht überall Weihnachtsmusik laufen muss.
Naja, und am schönsten ist es ja, wenn es nicht selbstverständlich ist. Deshalb kommt für die meisten Besucher irgendwann auch der Tag der Heimreise. Dann darf man ein wenig wehmütig werden. Noch einmal der Stadt hinterherwinken und sich mit der S-Bahn oder dem CAT, vorbei am Zentralfriedhof, zum Flughafen bringen lassen…

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