Ein Kurztrip nach Frankfurt und München

Berlin AlexanderplatzEin wenig absurd fand ich es schon, als ich gestern abend wieder zu Hause in meiner Wohnung stand. Am Tag davor, Mittwoch, war ich morgens um 7 Uhr los. Jetzt war es Donnerstag, 23 Uhr. Wo war ich dazwischen? Einmal quer durch ganz Deutschland. Kein Wunder, dass ich vollkommen k.o. war. Dank ICE und Flugzeug war ich ja schnell, aber meine Seele scheint sich modernen Fortbewegungsmitteln immer zu widersetzen und braucht eine Weile, um nachzukommen. Und jetzt hatte sie rund 1.600 km zurück zu legen. Weil, ja, es ging am Montag um 7 Uhr los. Ab an den Berliner Hauptbahnhof und mit dem ICE nach Frankfurt. Und damit es nicht zu nahe ist, das Frankfurt am Main. Dort zwei Kolleginnen getroffen, uns den ganzen Tag besprochen. Abends ins Hotel. Das Hilton ist soweit schon okay, kann man sagen. Eine dieser Ketten, die überall auf der Welt gleich aussehen, gleichen Standard haben und so ein wenig verwechselbar sind. Immerhin, der Blick aus dem 9. Stock war sehr nett.

Frankfurt am Main, Skyline

Hätte ich nicht beim Abendessen im „Die Kuh die lacht“ meine Tasche vergessen, und es erst 4 Stunden später gemerkt, es wäre soweit nichts ungewöhnliches gewesen. So war ich schon erstaunt, wie ich 4 Stunden lang wohl nichts aus dieser Tasche gebraucht hatte und mir das Fehlen nicht mal aufgefallen war. 5 Minuten vor Feierabend stand ich dann wieder im Lokal – und die guten Menschen dort hatten die Tasche entdeckt und weggeräumt. Alles drin, alles da. Vielen Dank, Leute! Schon alleine deswegen komme ich mal wieder zum Essen.

Lustig wurde es dann ja eigentlich am Donnerstag. Morgens um 8.30 Uhr los zum nächsten Hauptbahnhof – Frankfurt. Von dort mit dem ICE weiter zum dritten Hauptbahnhof – München. Wo meine Seele wohl grad war? Vermutlich irgendwo in Kassel oder Hannover…

München, Frauenkirche

Ich dagegen verbrachte den Tag damit, mich mit der dritten Kollegin zu besprechen. Stundenlang. Mit Blick auf die eingerüstete Frauenkirche. Wenn ich schon sonst nichts von der Stadt zu sehen bekommen. Weil, dafür war keine Zeit. Besprechung durch, zu Fuß zum Stachus und von dort die absurde S-Bahn-Reise von der Stadt zum Flughafen. Immer wieder spannend, dass eine so große Stadt einen so großen Flughafen hat und keine vernünftige Anbindung hinbekommt. Ganz ehrlich: eine knappe Stunde in der S-Bahn…

Naja, und dann ab ins Flugzeug. Dabei sei angemerkt, der sogenannte „exklusive Wartebereich“ von airberlin ist, naja, so mittel. Unaufgeräumt, Trinken aus dem Automaten (Wasser war aber aus, gab nur mehr so Zuckerzeug) und gemütlich geht auch anders. Dann lieber ein Bier vom Hofbräu zur Belohnung. 15 Minuten zu früh in Berlin gelandet. Natürlich ist dann kein Platz für die Maschine Eine Runde um den Flughafen im Flugzeug, dann noch eine im Bus. Ab ins Taxi und schon stand ich wieder in meiner Wohnung. Wo war ich nochmal aufgestanden? Achja, Frankfurt. Und wo hatte ich den Tag verbracht? Achja, München. Aber wo bin ich jetzt? Achja, zu Hause. Bin mal gespannt, wo meine Seele sich grade so rumtreibt. Ich hoffe, sie schafft es zurück. Dienstag geht’s nämlich nach New York. Da könnte ich sie sicher gut gebrauchen.

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