Am Weg von Ksamil nach Durrës

Albanien_0502

Merke: Wenn es um Albanien geht, sollte man Google Maps nicht trauen. Von wegen 4 Stunden. Wir entscheiden uns auch für die Strecke an der Küste lang. Girokaster nehmen wir uns für das nächste Mal vor. Zwischenhalt wollen wir in Vlorë machen, ungefähr auf halber Strecke. Wir starten das Meer entlang, wunderschöne Buchten, Hänge, Fischerboote – Sarandë lassen wir einfach schnell hinter uns. Auch wenn es zugegeben eine unfreiwillige Faszination auf mich ausübt. Wie kann man so etwas nur verbrechen? Und gibt es eine andere Möglichkeit in diesem Ort ins Meer zu kommen, außer durch das Fenster eines dieser halbfertigen Häuser? Dann schrauben wir uns langsam den ersten Berg hoch. Die Straße ist immer noch sehr okay. Durchschnittsgeschwindigkeit 20 km/h. Die Berge werden höher, beeindruckender, unter uns liegt das Meer. Wir kommen in den Llogara Nationalpark, die Straßen werden schlechter. Das Wetter auch. Es ist schön hier, wir würden sofort aussteigen. Wären da nicht noch diese hunderten Kilometer vor uns. Da vorne, das sieht nach Nebel aus. Hm, ja, das ist Nebel. Sichtweite: 5 Meter. Durchschnittsgeschwindigkeit 10 km/h. Die Straßen werden noch schlechter. Der Nebel lichtet sich. Vor uns ein wunderschönes Tal mit Fluss, Grün, Palmen. Die Straßen… Welche Straßen? Achja, das was da unten weggebrochen rumliegt war wohl mal die Straße. Wie nett.

Albanien_0507Immerhin haben wir nach 4,5 Stunden unser Etappenziel erreicht. Vlorë. Wir parken, laufen an den Hafen. Sind hungrig. Essen gibt es dort nicht. Wir finden eine Terrasse im 1. Stock – Hotel und Restaurant mit Blick auf die Rruga Sadik Zotaj und den Luna Park. 4 von uns bestellen homemade Pasta. Der Kellner ist, wie immer, entzückend. Freundlich, fröhlich, hilfsbereit, immer verlegen lächelnd. Sein Englisch ist… wie üblich. Wir bekommen dann auch homemade Pasta. Hausgemachte Nudeln eben. Wer möchte, kann sie mit geriebenem Käse, Salz und Zitrone verfeinern. Naja, wir hatten ja Hunger.

Albanien_0508Es ist mittlerweile 17.30 Uhr. Reinen Weg haben wir jetzt die Hälfte geschafft. Aber ab hier sollte es ja eine Autobahn geben. Und diesmal hat Google Maps sogar recht. Die nächsten knapp 30 Kilometer geht es auf einer perfekten Autobahn weiter. Dann wieder über die Dörfer und ab Fier gibt es eine Autostraße. So schaffen wir es durch die Ebene in gut 2,5 Stunden bis Durrës. Auf der Autostraße kommen uns dann noch Fußgänger entgegen, Motorradfahrer auf unserer Fahrbahn, Radfahrer, jemand überquert die Autostraße mit seinem Hund. Ja, wir sind am Balkan. So macht Fahren noch lustiger.

Durrës empfängt uns dann schon im Dunkeln. Vor dem Hotel gibt es einen Parkwächter, der den Parkplatz auf der öffentlichen Straße für uns freigehalten hat. Wir sind beeindruckt. Aber dieser Service hat in unserem Hotel System – wie wir in den nächsten Stunden merken…

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