Das ist er dann wohl

Jawohl. Mein erster Blogbeitrag. Naja, ist jetzt geschummelt. Beruflich hab‘ ich da schon ein paar mehr geschrieben. Aber so ganz privat… Wie kommt’s?

Es war eines dieser Wien-Wochenenden. Endlich mal wieder dort, so ganz privat. Dann noch zwei Tage beruflich. Und dann hat uns da die gute Frau von tripwolf.com heute so viel über Reiseblogs erzählt dass ich mir dachte: Eigentlich keine dumme Idee. Und nicht allein, weil ich ja selber gerade in Wien auf Reisen war. Auch, weil ich viel auf Reisen bin.

Und wer außer mir hat da jetzt etwas davon? Keine Ahnung. Aber das wird man dann ja wohl sehen. Wie war es also, dieses Wochenende in Wien? Natürlich großartig. Und wenn jemand da hin will und Tipps braucht, einfach fragen. Oder nachmachen. Wohnen kann man gut im 4. oder 5. Bezirk. Naschmarkt um die Ecke, Cafés, Bars, Gallerien,… Aber eines nach dem anderen.

Also. Ich hab’s ja diesmal mit einer quasi Privatwohnung versucht. Gebucht über ebab. Menschen vermiten dort Zimmer oder Wohnungen und kümmern sich dabei auch nicht um sexuelle Orientierung. Das muss man doch eigentlich gut heißen. So konnte ich jedenfalls gut in der Faulmanngasse wohnen. Das hat seine Vorteile. Nicht nur den Naschmarkt und quasi ein direkter Blick auf die großartige Vollwertbäckerei Gradwohl. Aber ich schweife schon wieder ab. Weil eigentlich hat ja alles mit Frühstück mit Petra begonnen. Vegetarisch. Im Yamm, gleich gegenüber der Hauptuni. Da wird man gleich mal persönlich in Empfang genommen, alles ist ganz entspannt. Die Bänke sind mit Pölstern in grün und violett bestückt. Das Essen ist – ja, vegetarisch. Und das ist auch gut so, wie der unberechenbare Bürgermeister unserer schönen Stadt Berlin sagen würde. Räuchertofu, Topfenstrudel, Hummus, griechischer Salat, French Toast aus Wiener Striezel, Eier, Gemüse, Käse, Aufstrick, Salat, Marmelade, Börek, Auflauf, …. Ich gebe zu, alles hab‘ ich nicht gegessen. Aber probiert hab ich viel. Und grade bei Hummus bin ich ja ziemlich wählerisch. Das war gut! Kann ich nicht anders sagen. Okay, als wir dann Chai mit Soyamilch bestellt hatten und die uns auch wirklich Chai und dazu Soyamilch gebracht hatten, war das ein wenig schräg. Aber ansonsten eine gute Empfehlen.

Dann wäre eigentlich Shopping angesagt gewesen. Von der Hauptuni ein kleiner Spaziergang runter Richtung Graben, am Stephansdom vorbei die Kärntenstraße. Und dann nichts wie rein zu Bernhart. Die wohl beste Verkäuferin Wiens und gutes Sortiment. Okay, diesmal war weder die Verkäuferin da, noch war was für mich dabei. Aber ich geh‘ nächstes Mal wieder hin (also im Dezember).

Nach Barbara dann Judith. Getroffen auf der Margaretenstraße – vorher noch kurz einen Blick ins legendäre Schaufenster der Buchhandlung Anna Jeller. Wer wissen will, was eine wirklich gute Buchhänderlin ist, dem sei sie ans Herz gelegt. Reingehen, sagen was man als letztes gelesen hat und ob es gefallen hat und sie hat immer einen guten Tipp parat. Die Tipps à la „Kunden die dieses Buch gekauft haben, haben auch…“ können da einfach nicht mithalten. Aber wir waren bei Judith. Die gute Frau ist jetzt auch schon wieder seit einem Jahr zurück in Wien. Und trotzdem war sie immer noch nicht im Amacord. Das haben wir mal eben nachgeholt. Meine absolut bevorzuge Adresse rund um den Naschmarkt. Früher habe ich mir dort sonntags das verspätete English Breakfast gegönnt, wenn es samstags mal wieder später geworden ist. Aber man kann dort auch hervorragend essen – oder eben einfach zwischendurch Kaffee trinken gehen. Entspannte Menschen, netter Ort, auch mal Ruhe zum Zeitung lesen. Oder einfach nur Leute kucken. Haben wir dann auch gemacht. Und mal so in zwei Stunden nachgeholt, was im letzten Jahr so passiert ist.

Und dann war’s Zeit weiterzuziehen. An einen anderen legendären Ort Wiens. Das Alt Wien. Studentenkneipe. Künstlertreff. Mitten in der Innenstadt aber trotzdem irgendwie versteckt. Ordentlich runtergekommen, total verraucht. Unseren Tisch haben wir am Ende des Abends mit drei weiteren Menschen geteilt. Eleonore hat sich Blicke von unzähligen Männern und subtile Komplimente von jungen Frauen eingehandelt. Ich mir zumindest viel zu viele Zigaretten und jede Menge Bier. Dass vom Aperol-Sprizz bis 22 Uhr sechs Bier bis 3 Uhr geworden sind, spricht für den Abend. Schön war’s. Und ich hab‘ mir sagen lassen, das ist es immer, im Alt Wien. Und weil’s so schön war, musste dann natürlich noch eine Käsekrainer her. Am Hohen Markt gibt’s ja da zum Glück diesen Würstelstand. Und da standen wir dann, haben den Menschen rund um uns zugehört. Ist mit etwas Bier im Blut und um 3 Uhr morgens nochmal besonders lustig. Aber das stört auch keinen, das gehört dazu. Schließlich trifft um die Zeit am Würstelstand der Herr Professor auf die Friseuse – und irgend etwas haben sie sicher gemein, wie sie dann feststellen.

Tja, und das war erst die Hälfte des kleinen Ausflugs nach Wien. Er ging ja noch ein paar Tage weiter…

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