Banyan Tree und Sala Daeng. Willkommen in Thailand

Blick vom Banyan Tree auf Bangkok

Es ist der 31. Dezember 2012. 6 Uhr abends Ortszeit. Bangkok. Über Amman hat uns unsere Reise gestern hergeführt. Und seither kommt mir immer wieder ein Wort über die Lippen, das es sonst dort kaum auch nur hin schafft: geil. 32 Grad. Gewusel und Verkehr ohne Ende. Menschen die wahnsinnig freundlich sind. Ein Zimmer im Hotel der Extraklasse – 49. Stock. Ein Ausblick über die Stadt, den ich ab jetzt jeden Tag haben will. Eine Roof-Top-Bar im 59. Stock – oder ist es doch der 61.?. Sonne. Tempel. Unterwegs im Boot. Lächeln. Feiern. Fremde. Freunde. Hitze. Kurze Tage. Und wirklich wichtig: Sala Daeng. Mein neues Lieblingswort. Auch wenn man das wohl nur versteht, wenn man jemals einen Thai Sala Daeng hat sagen hören…

Meine Güte. Das soll Winter sein? Ich bin total geflasht – leider fällt mir kein deutsches Wort dafür ein. Ich bin in einer fremden Welt gelandet.Wir sind in einer fremden Welt gelandet. Natürlich, wenn man von Europa nach Asien fliegt, zudem das erste Mal, kann man das schon erwarten. Aber vorstellen konnte ich mir das nicht. Bis jetzt.

Aber der Reihe nach. Gestern sind wir in Berlin los. Royal Jordanian hat uns über Amman nach Bangkok gebracht. Darüber möchte ich nicht zu viele Worte verlieren. Beim Boarding herrscht absolutes Chaos – weil die Plätze einfach willkürlich zugeordnet wurden. Nach wildem Hin- und Hergetausche schiene am Ende aber alle Beteiligten glücklich zu sein. Die Crew ist… professionell. Freundlich wäre mir zu viel gesagt. Der Flughafen von Amman ist… kennt Ihr Schönefeld? Stellt Euch Schönefeld in Arabien vor. Das ist der Flughafen von Amman 5 Stunden Wartezeit. Dann geht es weiter mit einer ganz klein wenig freundlicheren Crew. Und dann kommt Bangkok. Ein beeindruckender Flughafen. Groß, freundlich, übersichtlich, sauber. Was für eine Freude, nach Amman. Und von der ersten Minute an ist alles irgendwie einfach.

Die Wege sind klar, wo wir Geld wechseln können ist klar, wo die Taxis fahren ist klar. Und das tun wir dann auch. Ich komme mir dabei vor, wie ein kleines Kind, komme aus dem Staunen kaum mehr raus. 5 spurige Autobahn. Autos mit 120 km/h die wild Spuren wechseln und auf gefühlte 10 cm auf den Vordermann auffahren. Riesige Werbeschilder wohin wir schauen. Und gleich reiht sich ein Hochhaus an das Nächste. Das ist also Bangkok. Und wie angkündigt, brauchen wir für die letzten 500 Meter zwischen Autobahnabfahrt und Hotel genau so lang wie für die 30 km Autobahn. Das stört uns aber keine Sekunde. Wir sind ohnehin viel zu sehr mit Schauen beschäftigt. Autos, Mofas, TukTuks, Straßenstände, Hochhäuser, 7/11 alle 150 Meter. Und überall… Weihnachtsdekoration. Christbäume, Rentiere, Lichterketten, Weihnachtsmänner, Schlitten. Äh. Moment. Wie meinen? Irgendwie kann ich mich zwischen Irritation, Neugierde, Amüsement und Nervosität nicht entscheiden. Ich glaube, am Ende finden sie einfach alle ihren Teil. Und dann kommen wir an. Banyan Tree Bangkok.

Männer in dunklem Livrée helfen uns aus dem Taxi, nehmen uns die Rucksäcke ab. Eine freundliche, hübsche, lächelnde Frau hängt uns Blumenbänder um die Hände. Was riecht denn da so? Diese Blumen. Ob sie dazu da sind, unseren unangenehmen Geruch nach 20 Stunden Reise zu übertünchen? Wie auch immer, sie riechen großartig. Süß, fremd, freundlich.

Die Hotelhalle ist klimatisiert, die Menschen lächeln, nicken freundlich. Ja, natürlich, unser Zimmer ist fertig. Im 49. Stock. Wie? Echt? Wir werden nach oben gebracht. Der Lift braucht kaum 30 Sekunden, leise, angenehm. Die Teppiche sind so weich, ich habe schon auf härteren Betten geschlafen. Dann geht die Tür zum Zimmer auf. Wie??? Echt? Wie krass… Ja, natürlich. Hier ist jedes Zimmer eine Suite. Aber hat auch jedes zwei riesige Glasfronten mit Blick über die Stadt?

Also – ich bin glücklich. Aber noch lange nicht fertig. Auspacken, duschen und dann. Ja. Es geht noch 10 Stockwerke nach oben. Vertigo. Die Bar ganz, ganz oben. Der Weg ist ein wenig verschlungen. Durch Gänge, über Treppen, hinter Wänden vorbei. Er ist es wert. Es ist einfach atemberaubend. Wir stehen tatsächlich am 30. Dezember in kurzem Hemd bei sanfter Brise in der Sonne, schauen über eine uns noch vollkommen fremde Stadt. Prost! Ananassaft und asiatischer Whisky. Ja, das Leben ist schön. Und es ist erst Tag 1.

Share on Facebook0Tweet about this on TwitterShare on Google+1Share on Tumblr0Share on LinkedIn0Pin on Pinterest0Email this to someone

Vielleicht gefällt Dir ja auch diese Geschichte

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.