6 Winzerinnen die man in Österreich kennen sollte

IMG_2135_Kögl-32014 hatte ich das große Glück, in meinem Brotberuf mit Journalisten auf eine Reise zu Winzerinnen quer durch Österreich zu gehen. Tolle Frauen, tolle Weine, tolle Weingüter – um das Wörtchen toll hier ein wenig zu strapazieren. Für eben diesen Brotberuf habe ich fünf von ihnen noch einmal Revue passieren lassen – und um eine weitere Winzerin ergänzt. Das liest sich dann so:

Jutta Ambrositsch, Wien

Jutta Ambrositsch ist Kärntnerin, Burgenländerin und Wienerin, wie sie sich selbst beschreibt. Da ist es irgendwie ganz passend, dass sie Gemischten Satz anbaut. Auch ein Riesling, ein Rosé, ein Cuvée und zwei Grüne Veltliner finden sich in ihrem Sortiment. Erst 2004 tauschte die Quereinsteigerin den Job als Grafikerin gegen ein Leben im Weinberg, um dort mit größtmöglichem Aufwand Trauben aus zum Teil uralten Reben zu produzieren, die es erlauben, spontan vergoren zu werden, um bestmögliche Typizität und unverfälschte Terroir-Noten zu erreichen.

http://www.jutta-ambrositsch.at/

Judith Beck, Burgenland

Wenn man wie Judith Beck mitten in den Weinreben lebt, entwickelt man eine wohl ganz von selbst eine intensive Beziehung zu den eigenen Weingärten. Die schönsten davon, in denen meist Zweigelt, Blaufränkisch, St. Laurent, Weissburgunder und Chardonnay wächst, liegen an den Hängen des Wagrams. So nennt man die sehr sonnige Hangstufe, die sich vom Tiefland im Osten des Neusiedler Sees zur sogenannten Parndorfer Platte erhebt. Die Böden sind vielschichtig und zeigen sich oft innerhalb eines einzigen Weingartens humos, schottrig, lehmig, kalkig oder mineralisch, was für Judith Beck die ideale Grundlage für facettenreiche Weine ist, denen man ihre Herkunft anmerkt. Natürlichkeit und Identität sind daher die Merkmale, die die Winzerin in ihren Weinen sowohl sehen und als auch zeigen will.  Seit 2007 arbeitet sie deshalb biologisch-dynamisch.  Dazu zählen Begrünung, Pflege der Biodiversität, Düngung nur mit biologischem Humus, Handarbeit, Mondzyklen, … Ihre Weine sind deshalb auch im wahrsten Sinne natürlich und authentisch. So wie Judith Beck selbst eher zurückhaltend als laut.

http://www.weingut-beck.at/

Tamara Kögl, Steiermark

Tamara Kögl gehört zur jungen Generation der ambitionierten Steirischen Winzer. Sie lernte ihr Handwerk in der Weinbauschule Silberberg, das sie in der Wachau beim Weingut Hirtzberger und in der Steiermark beim Weingut Gross perfektionierte. 2010 haben ihr ihre Eltern die Verantwortung für den Keller, 2012 für den gesamten Betrieb übergeben. Seither hat sich auf dem Weingut so manches verändert. Neben den klassischen Weinen Linie Südsteiermark vinifiziert sie auch Ortsweine ‚Ratsch‘ und Lagenweine ‚Stermetzberg‘. Für sie ist das der Weg der Zukunft, in der der Geschmack der Herkunft oberstes Gebot ist. Im Weingarten zählen für Tamara dabei nicht nur die Reben. Für sie ist der Weingarten ein gesamtheitliches Ökosystem, in dem Begrünung und Artenvielfalt die größte Rolle spielen, um höchste Qualität zu erzielen. Derzeit befindet sich das Weingut Kögl in Bio-Umstellung – und soll ab der Ernte 2015 zertifizierter Bio-Betrieb sein.

http://www.weingut-koegl.com

Katharina Lackner-Tinnacher, Steiermark

In Gamlitz am Tinnacher Hof ist Katharina Lackner-Tinnacher zu Hause. Die Tochter der Gutsherren kam 2010 nach ihrem Studium der Angewandten Pflanzenwissenschaften in Wien wieder auf das familieneigene Weingut zurück und arbeitet seither dort vor allem an der Weiterentwicklung der Lagen und Weingärten. 2013 hat sie den Hof übernommen und führt ihn seither gemeinsam mit ihren Eltern. Ihr ist besonders wichtig, einerseits die Tradition (das Weingut wurde erstmals 1770 urkundlich erwähnt) fortsetzen, gleichzeitig aber noch geradlinigere Weine mit Sortencharakter zu schaffen.

http://www.tinnacher.at/

Helma Müller-Grossmann, Niederösterreich

Im traditionsreichen Weinbaugebiet Kremstal bewirtschaften Helma und Marlies Müller-Grossmann zehn Hektar an Weingärten. Ihr oberstes Ziel ist das Schaffen von Genuss. Die Wurzeln dafür liegen in den Rebstöcken ihrer Weingärten, die schonend und unter Berücksichtigung von Klima, Boden und Lage, bewirtschaftet werden. Den letzten Schliff bekommen die Weine im Keller, wo sie auch zu ihrer Individualität gelangen. Im Mittelpunkt des genussvollen Interesses stehen hier ausschließlich Weißweine – sowie ein Rosé vom Zweigelt. Das ist auch der großen Vielfalt an Böden zu verdanken – und dem natürlichen Wechsel von warmen Tagen und kühlen Nächten. Ein Großteil der Rieden des Weingutes befindet sich auf Lössböden und steinigen, nicht zu schweren Böden. Neben Klassikern wie Grüner Veltliner oder Riesling, sowie den Burgundersorten haben Helma und Marlies Müller-Grossmann ein Händchen für Spezialitäten, wie Gelben Muskateller und  Frühroten Veltliner.

http://www.mueller-grossmann.at/

Heidi Schröck, Burgenland

Das Weingut Heidi Schröck wird als Familienbetrieb geführt. Die Herrin des Hauses, Heidi, Jahrgang 1961, ist ausgebildete Weinbau-und Kellermeisterin. Sie lernte ihren Beruf in Deutschland und Südafrika und ist seit über 20 Jahren für den Betrieb verantwortlich. Ihre Söhne Johannes und Georg befinden sich in der Ausbildung und auf Lehr-und Wanderjahren. Das Weingut ist Mitglied beim Cercle Ruster Ausbruch, eine Gruppe Ruster Weinbauern, die sich auf die Süßweinspezialität konzentriert. Heidi ist zusätzlich Mitglied bei 11 Frauen und ihre Weine, einem Netzwerk von Winzerinnen aus sechs verschiedenen Weinbaugebieten.

http://www.heidi-schroeck.com/

(Mehr zu Österreich und seinen Weinen gibt es unter https://newsroom-de.austria.info/category/awochn/ bei der Themenwoche der Österreich Werbung Deutschland #awochn.)

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